Posts mit dem Label Verschiedenes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Verschiedenes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

28.01.2019

Weltjugendtag 2019 in Panama

Christlicher Gastbeitrag von Sandra Leś zum internationalen Jugendtreffen der römisch-katholischen Kirche
Der Weltjugendtag (WJD) in Panama fand vom 22.01.2019 bis zum 27.01.2019 statt und ist mittlerweile vorbei, doch wir denken immer noch an die gesprochenen und wichtigen Worte von Papst Franziskus zurück.

Womit setzen sich Jugendliche am Weltjugendtag auseinander?


WJT 2019Diese sechs Tage haben sicher das Leben von vielen Jugendlichen und Pilgern in Panama verändert. Immer, wenn eine sehr große Veranstaltung zu Andenken an Jesus organisiert wird, ist dies ein ganz besonderes Ereignis für die Teilnehmenden, das die Menschen dort innerlich berührt. Gott erwidert das Rufen, die Bitten und den Gesang aller Menschen und sendet ihnen Freude. Der Geist wird gestärkt. Jeder jugendliche Mensch ist dort mit einem Vorhaben, einer Bitte oder einem Problem hingegangen und ich bin sicher das jeder von ihnen erhört wird. Vielleicht nicht morgen und nicht übermorgen, aber irgendwann bestimmt. 

Für Menschen, die Hilfe und Hoffnung in einer bestimmten Sache brauchen ist es nicht leicht zu warten, wenn man zum Beispiel weiß, dass eine nah stehende Person krank ist und bald sterben wird oder Probleme mit Alkohol, Drogen, Nikotin oder der Nahrungszufuhr hat. Nein, es ist sogar verdammt hart und kostet unheimlich viel Mut und Kraft daran zu glauben, dass alles wieder gut werden wird. Aber das verlangt Gott von uns, das wir glauben und hoffen. 
"Die Hoffnung stirbt zuletzt". 


Je schwieriger es ist, desto mehr hilft einem das Gebet, der Glaube und die andere Person. Menschen sind so unglaublich wichtig in unserem Leben. Sie geben uns viel Kraft und Freude, doch sie kosten uns auch das selbige. 


Liebe, das Jetzt und Hier ist wichtig, sprach Papst Franziskus. 

Unter all den Jugendlichen und den Priestern war auch eine Gruppe aus Polen. Ihre Video-Berichterstattungen habe ich am PC verfolgt. Gestern noch habe ich die Messe im TV angesehen und mich so in sie vertieft, als ob ich live dabei in Panama wäre.

Jugendliche und der Glaube an Gott

Die Zeit der Pubertät und Jugend ist eine wundervolle Zeit. Man ist noch nicht so richtig erwachsen, hat viele Pläne, will Abenteuer erleben, will das Unmögliche schaffen und die Welt für sich erobern. Nicht selten stellt sich heraus, dass es viel schwieriger ist als man sich das vorgestellt hatte, oder man hat einfach nicht die Möglichkeiten dafür. Doch die Träume bleiben und der Wille auch. Wann, wenn nicht jetzt? Wenn man noch glaubt "Die Welt steht mir zu Füßen"... .

Nur auf einen können wir vertrauen und zwar auf Gott, der uns immer begleitet, der immer eine Schritt vor uns macht, damit uns nichts passiert. Manchmal trägt er uns auf seinen starken Schultern, damit uns die Dornen des Lebens erspart bleiben können.

Weltjugendtag in Portugal im Jahr 2022

Im Jahr 2022 findet der WJT in Portugal in Lissabon statt. Wer weiß, vielleicht bin ich auch dabei..???!!!

17.01.2019

Meine Großeltern

Gastbeitrag von Sandra Leś

Ich erlaube es mir heute etwas privat und sentimental zu werden. Dieser Artikel soll nämlich eine Art Brief und Dank an meine verstorbenen Großeltern sein.

Aber von Anfang an. Im Polen, dem Land, in dem ich wohne und arbeite, begeht man am Montag, bzw. dem 21. Januar, den Großmuttertag und am Tag danach, also den 22 Januar, den Opatag. Die Geschäfte haben bereits alles dazu vorbereitet: Pralinen, Becher, Blumen, Glückwunschkarten, Gadgets für jede Oma und jeden Opa, halt alles, was die älteren Leute so brauchen konnten. Natürlich zielen diese Angebote auf Kommerz und auf Geldmacherei.
Meine Schüler und ich haben stattdessen selbst Glückwunschkarten für die Großeltern mit Glückwünschen auf Deutsch gebastelt. Die Kinder haben auch noch ein zum Festtag passendes Gedicht gelernt. Ich bin wirklich stolz auf meine Schulkinder, die wirklich eine tolle Leistung erbracht und sich große Mühe für ihre Großeltern gegeben haben.

Als ich klein war da kann ich mich auch erinnern ein Gedicht im Kindergarten gelernt zu haben und eine Glückwunschkarte habe ich auch gebastelt. Im Dorfkindergarten gab es an diesem Tag immer eine Aufführung, zu welcher alle Großeltern eingeladen wurden und wir ihnen Gedichte und Lieder zu ihren Ehren aufgesagt und vorgesungen haben. Jedes Kind freute sich, wenn der Opa und die Oma kamen und dann feste Applaus gegeben haben.

Meine Großeltern wohnten gleich nebenan und ich konnte sie jeden Tag besuchen. Es waren ganz liebevolle, kluge und warmherzige Menschen. Meine Oma hat mir das Stricken und Häkeln beigebracht und mein Opa die Lebensfreude und das Lachen! Sie waren immer für mich da ich konnte ihnen alles anvertrauen. Sie haben mich immer unterstützt und mir Mut gemacht, gut zugeraten und mich sehr geliebt. Obwohl ich manchmal frech und albern war, haben sie das verstanden und ausgehalten.


Lieber Opa und liebe Oma dort im Himmel,

ich vermisse Euch auch heute noch und denke oft an die wundervolle Zeit mit Euch zurück. Ich habe Euch so vieles zu verdanken, das glaubt Ihr mir gar nicht! Schade, dass Ihr so früh gehen musstet und mich hier allein gelassen habt. Ich bin jetzt eine Deutschlehrerin, die an einer polnischen Grundschule arbeitet. Eine erwachsene und schöne Frau bin ich geworden, die so natürlich ist wie es damals ihre Großmutter war. Die roten Wangen und die krummen kleinen Finger habe ich von Dir geerbt. Danke Opa, dass Du mir das Fahrradfahren beigebracht hast. Das ist zu meinem Hobby geworden und macht mir riesigen Spaß.

Ich hoffe Ihr unterstutzt mich weiterhin vom Himmel aus und beschützt mich vor allem Bösen was mich noch im Leben erwarten könnte.


Eure Enkelin Sandra

Großeltern